Die Victoriafälle: reißende Strömungen und Safari-Feeling

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Simbabwe

An der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe im südlichen Afrika liegt einer der größten Wasserfälle der Welt. Höher, breiter und mächtiger als die ebenso berühmten Niagarafälle in den USA, strömen die Wassermassen des Sambesi hier in eine 108 m tiefe Schlucht und bilden damit einen imposanten Wasservorhang mit einer Breite von 1.708 m. Wenn das Wasser am höchsten steht, rasen die Victoriafälle mit 12.600 m³/s in die Tiefe. So viel Wassergewalt beeindruckte auch die UNESCO, welche die Fälle zum Naturerbe erklärt hat.

Der Afrikareisende David Livingstone gab den Victoriafällen im Jahre 1855 ihren Namen, um die britische Königin zu ehren. Unter den hier ansässigen Kololo und Lozi sind die Fälle unter dem Namen Mosi-oa-Tunya bekannt, was so viel heißt wie donnernder Rauch – ein treffender Name für die nebelartigen Schwaden, die aus den Tiefen der Schlucht emporsteigen. Dieser erfrischende Sprühnebel steigt bis zu 300 m in die Höhe auf und ist aus 30 km Entfernung zu sehen.

Unterhalb der Fälle strömen die Wassermassen im Zickzack durch enge Schluchten, die jeweils einen der Vorgänger der Victoriafälle bildeten, bevor sich der Wasserfall durch Erosion nach hinten zu seiner heutigen Position verlagerte.

Die beste Aussicht auf die Fälle gibt es vom Victoria-Falls-Nationalpark, in dem du an den Klippen entlangwandern und dich so richtig schön nass sprühen lassen kannst. Was du an den Victoriafällen noch alles erleben kannst, verraten wir dir jetzt.

Victoria waterfalls

Quelle: Canva

Devil’s Pool

An der westlichen Kante des Wasserfalls liegt ein Schwimmbecken, das bei Touristen, die den Nervenkitzel suchen, besonders beliebt ist. Ein von den Wassermassen erschaffener Infinity-Pool, der bei niedrigen Wasserständen, am besten zwischen September und November, zum Baden genutzt werden kann.

Um zum Devil’s Pool zu gelangen, geht es zunächst mit dem Boot zur Livingstone-Insel. Von dort aus führt dich ein einheimischer Guide zu Fuß über überflutete Teile der Insel. Den letzten Abschnitt überwindest du schwimmend, und zwar gegen die Strömung. Wer nicht so fit ist, dem wird von erfahrenen Guides geholfen.

Im Pool angekommen, erwarten dich spektakuläre Aussichten und eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse. Im Angel’s Armchair kannst du es dir gemütlich machen und dich mit den Fällen im Hintergrund fotografieren lassen. Unerwartetes Extra: Winzige Fische, die sich den Pool mit den abenteuerlustigen Besuchern teilen, verpassen dir ungefragt eine Fischpediküre, wie man sie sonst nur aus Südostasien kennt.

Victoria falls

Quelle: Canva

Boiling Pot Wanderung

Die Monate November bis Februar sind die perfekte Zeit, um in den Boiling Pot der Victoriafälle hinab zuwandern. Zwischen März und Mai schwellen die Wassermassen derartig an, dass ein Durchkommen unmöglich wird. Von September bis November reduzieren sich die imposanten Fälle häufig in schmale Rinnsale, die den Victoriafällen ein ganzes Stück ihrer Ausstrahlung nehmen. 

Wandere durch saftig-grünen Dschungel und über eine kleine Brücke bis hin zum sogenannten Boiling Pot. Seinen Namen hat dieser Teil der Fälle aufgrund der Wucht, mit welcher der Sambesi hier unterhalb der Fälle durch die Schlucht schmettert. Beobachte die neugierigen Paviane, die mit dem Wasserfall um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen. Mit etwas Glück bekommst du auch einige Springböcke zu Gesicht.

Achtung: ein Teil der Wanderung verläuft über steile Treppen und Felsen. Ein Helm und eine Schwimmweste sind daher Pflicht. Unten angelangt, kannst du dich einer der Schlauchboottouren anschließen und dich in die sprudelnden Wasser des Sambesis stürzen.

Wildwater-rafting

Zwischen Juli und Januar kannst du die Schnellen des Sambesis mit dem Schlauchboot unsicher machen. Der mäßige Wasserstand in der zweiten Jahreshälfte erlaubt es auch ungeübten Wasserratten, sich den Wogen hinzugeben. Während der Bootsführer Anweisungen nach vorn ruft, ob vorwärts oder rückwärts gepaddelt oder Deckung eingenommen werden soll, rauschst du mit deinem Team die rund 20 Schnellen hinab. Das Wasser tost, und trocken bleibt hier selbstverständlich niemand. Bei einer Pause am Flussufer kannst du durchatmen und die Schönheit der dich umgebenden Natur bestaunen.

wild water rafting

Quelle: Canva

Victoria-Falls-Brücke

Auf der Grenzbrücke zwischen Sambia und Simbabwe kannst du den Grenzfluss trockenen Fußes auf 128 m Höhe überqueren. Von der Brücke aus siehst du einen Teil der majestätischen Victoriafälle und hast einen fantastischen Ausblick auf die Batoka-Schlucht mit den Wassermassen des Sambesis.

Die Victoria-Falls-Brücke ist die einzige Schienenverbindung zwischen den beiden Ländern. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1905 hat die Victoria-Falls-Brücke so einiges miterlebt: darunter zahlreiche Schließungen während des simbabwischen Unabhängigkeitskrieges und als Ort von Friedensverhandlungen, die auf halber Strecke in einem Zugwaggon abgehalten wurden. Erst seit 1980 ist die Brücke wieder ohne Unterbrechungen in Benutzung. Einige der alten Loks sind noch in Betrieb. Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich von einer Dampflok durch die Landschaft ziehen zu lassen.

Adrenalinjunkies können sich auf der Brücke ihren Kick holen: Bungee-Jumping und eine Riesenschaukel einschließlich eines Falls 70 m in die Tiefe warten auf dich.

Victoria Falls bridge
 Quelle: Canva

Mosi-oa-Tunya-Nationalpark

Die Victoriafälle sind seit dem Jahr 1972 Teil des Mosi-oa-Tunya-Nationalparks, stehen aber bereits seit 1934 grenzübergreifend unter Schutz. In dem rund 66 km² großen Park kannst du Zebras, Giraffen, Antilopen, Büffel und viele weitere wilde Tiere der Region beobachten, die hier ohne Raubtiere friedlich grasen können. Auch das seltene weiße Nashorn fühlt sich aufgrund der intensiven Schutzbemühungen des Parks wieder heimisch. Die übersichtliche Größe des Nationalparks ermöglicht es Besuchern, die Tiere aus nächster Nähe zu sehen, ohne sie zu stören – eine ganz besondere Safari-Erfahrung.

white rhinos

Quelle: Canva

Flusssafari

Elefanten, die sich friedlich am Flussufer erfrischen. Nilpferde, die träge ihre Nasen aus dem Wasser strecken. Eine Bootstour zum Sonnenuntergang, wenn sich unzählige Gold- und Rottöne auf den Wogen des Sambesi spiegeln, ist eine besonders spektakuläre Erfahrung.

Erkunde die kleinen Inseln und Kanäle oberhalb der Victoriafälle, darunter die Livingstone-Insel, die nach dem ersten Europäer benannt wurde, der die Victoriafälle besuchte. Auf der Flusstour, die dich bis in den Mosi-oa-Tunya-Nationalpark führt, bekommst du mit etwas Glück viele weitere Tiere zu sehen, für die der Sambesi die Lebensader darstellt, darunter Krokodile, Büffel und Paviane.

River safari

Quelle: Canva

Erkunde die Grenzstadt Livingstone

Zugegeben, zu den Victoriafällen bist du vor allem wegen der Natur und dem Nervenkitzel gereist, den die Wasserfälle und ihre Umgebung liefern. Doch auch die geschichtsträchtige Stadt Livingstone in Simbabwe nördlich der Fälle, die nach dem ersten Europäer, der die Victoriafälle zu sehen bekam, benannt wurde, ist einen Besuch wert.

Livingstone ist so alt wie die Victoria-Falls-Brücke und wurde im Jahr 1905 gegründet. Als Hauptstadt des kolonialen Rhodesiens war die Stadt von strategischer Bedeutung als Handelsstützpunkt und Regierungssitz. Bis heute kannst du die in die Jahre gekommenen kolonialen Bauten entlang der Hauptstraße betrachten, die erahnen lassen, welch reiche Geschichte sich hier abgespielt hat.

Seitdem die Hauptstadt nach Lusaka verlegt wurde, hat Livingstone zwar einiges an Ruhm eingebüßt; doch mit seinen zahlreichen Besuchern, die sich von hier auf den Weg zu den Victoriafällen machen, wurde ihr neues Leben eingehaucht. Besuche etwa den Mukuni Park Curio Market, auf dem Maler und Kunsthandwerker ihre Stücke verkaufen. Von kreativem Schmuck über bildhübsche Gemälde, bis hin zu praktisch-schönen Haushaltsgegenständen ist hier alles zu haben.

Oder besuche eines der ältesten Gebäude der Stadt, das heute das Livingstone-Museum beherbergt, und informiere dich über die spannende Geschichte der Stadt und des Landes. Mache auch einen Abstecher in den Sculpture Park unweit des Museums. Hier haben einheimische Künstler ihre Skulpturen von afrikanischen Tieren ausgestellt, ein Geheimtipp für alle Kunstliebhaber.


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